Geschenk an die Erde

 Marl, Skulpturenmuseum.


Aktion vom 14. September 2004.

Freilegung einer Skulptur von IGADiM, die dort 16 Jahre lang vergraben war. Nach 3 Tagen und Nächten wurde sie " für immer " mit Erde bedeckt.


Anmerkung :

Die erste Skizze zu dieser Stahlskulptur entstand 1972.
Im selben Jahr, als IGADiM das " Erlebnis mit der Sonne ",
hatte.

1988 wurde die Skulptur hergestellt.
16 Jahre nach der Skizze von 1972.
Es ist eine " zerlegbare " Stahlskulptur ; sie ist zweiteilig
und hätte je eine Höhe von ca. 5, 60 Meter.
Diese Skulptur wurde nie aufgestellt !

 

Während der Aktion
" GESCHENK AN DIE ERDE ",
trug IGADiM an seiner Jacke eine Karte, mit der
Aufschrift :

Die Sonne ist nicht die Sonne,
die Erde schon garnicht nur die Erde.


Ausgegraben wurde eine Stahlkiste, gefüllt mit
Unterschriftenlisten zur : " Rettet die Kaue !"

 "Rettet die Kaue!"

IGADiM trug sie ins Skulpturenmuseum " Glaskasten ", legte sie vor die beiden Bronzetafeln, die während der drei Tage und Nächte in Holzkästen verpackt blieben. (Sie blieben so, wie sie aus Basel, nach der dortigen Aktion, zurück kamen.)


Sehen Sie dazu: Die Aktion in Basel!

Anschließend schrieb IGADiM neben der zum Teil freigelegten Skulptur, mit weißer Farbe, auf ein Brett :

GESCHENK AN DIE ERDE IGADiM
1972 - 88 - 14.9.2004

Er drehte das Brett - und weiter :

" Hier ist niemand, der eine Ausstellung von Dir will.
Du bist das Rote Tuch schlechthin ! " Das stammt von dem, der inzwischen " seinen Doktor und Professor " machte. In der Kunst.
Er steht aber nicht allein, wie er sagte, mit dieser Ansicht. Lange zuvor schon dachte ich :
" Laßt unten die Türen zu - ich komme Euch von oben ! "


"Eine Pries Roststaub über's Ruhrgebiet."

Das beschriebene Holzbrett wurde zu den beiden Tafeln und der Eisenkiste, ins Museum getragen -

und dort vor die verpackten Tafeln an die Wand gelehnt. Am Tag, als die Außenskulptur mit Erde bedeckt wurde, holte IGADiM die vier " Teile " aus der Ausstellung.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GOLDSCHEIBE
von Buenos Aires,1994

Sie war ausgestellt in Buenos Aires, im " Museum für Moderne Kunst ".
Dort legte sie IGADiM in einen schwarzen Hut ( " Bettler " ), zu
Geld -Münzen aus Argentinien.


Diese Scheibe, im Durchmesser von 6 cm, mit einem mittleren Loch von 1 cm, wurde nun ,am 17. September 2004 ,der freigelegten Skulptur in Marl dazugegeben.

 

Auf einer Seite war eingeschrieben, handschriftlich : Open blue line two flames and a golden sign


Auf der anderen Seite :
P.Kröplin IGADiM E. Sanguinetti 1991

Dazu kam ein Brief, mit Absender :
IGADiM 17.9.2004

 

 

 

 

 

 

 

Ausgestellte Arbeiten im Skulpturenmuseum Marl

Fotos: Maria Kuhlmann, Senden